Clearaudio Basic V2

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Phono MM/MC
Subsonic Filter,
sep Netzteil

 

In der STEREO der Ausgabe 10/2018 auf den Seiten 102-103 wurde der Phono-Vorverstärker Clearaudio BasicV2 einem Test unterzogen. Was seine Ausstattung betrifft, verhält sich der BasicV2 eher zurückhaltend, jedoch hält er, was Klang und Ton betrifft, einen Trumpf im Ärmel für Analog-Fans.

 

Testauszug:

"...Mensch, macht der Alarm ! Sheffields legendäre, hochdynamische "Track Record" dreht sich auf dem Teller, und der kleine, fast unscheinbare Phono-Pre des Analog-Spezialisten Clearaudio langt bei den deftigen Impulsen von "Wise To The Lines" richtig hin. Steil und energisch schiessen die Drum-Kicks und Gitarrenanrisse in den Hörraum. Was ist denn hier los ?!

Es handelt sich um den in Schwarz oder Silber erhältlichen neuen Basic V2 des fränkischen Herstellers. Dass dieser so ungestüm abgeht, mag zwar auch am kräftigen Verstärkungsfaktor liegen, der dafür sorgt, dass er lauter rüber kommt als andere Phono-Amps. Doch selbst bei angepasstem Pegel merkt man sofort: Die Attacke liegt ihm im Blut. Äusserlich weist nichts auf die Temperamentsausbrüche hin, zu denen das fein gemachte Klötzchen mit den rundlichen Kanten und den finessierten Oberflächen fähig ist. Der Zünder dieser Phono-Granate ist ihr Power-Schalter, der einsam im Deckel sitzt. Sonst ist am Basic V2 nicht viel dran: Hinten befindet sich je ein Paar vergoldete Cinch-Buchsen für den Ein- und Ausgang, und auf der Unterseite sitzen vier Druckschalter für die jeweils kanalgetrennte Vorwahl eines MM- oder MC-Abtasters beziehungsweise des Subsonic-Filters gegen tieffrequente Störungen. Das war's !

Und wir sagen: Das reicht ! Während andere Phono-Vorstufen ihrem Besitzer zahlreiche Optionen für die Anpassung an unterschiedlichste Abtaster anbieten, was wir regelmässig beklatschen, erklärt der kompakte Clearaudio den Verzicht zur Tugend. Da gehen wir ebenfalls mit. Ein Widerspruch ? Nicht, wenn man die Eckdaten so anlegt, wie hier geschehen. Endlich mal jemand, der erkannt hat, dass die seit Ewigkeiten tradierten 36 Dezibel MM-Verstärkung für moderne Abtaster mit oft nicht mal vier Millivolt Ausgangsspannung zu mickrig sind. Als Resultat tönt's oft genug undynamisch und fahl. Clearaudio belegt den MM-Zweig mit 46 dB. Das ist praxisgerechter, erst recht, wenn ein High Output-MC betrieben wird, das meist noch unter der Drei-Millivolt-Marke bleibt. Am Basic V2 kommt es dennoch groß raus, spielt mit Dampf und Verve. Das macht diesen Phono-Pre geradezu zum Traumpartner für die beliebte Tonabnehmergruppe.

So aufgeweckt und anregend haben wir noch keine Phono-Vorstufe dieser ja bereits engagierten Preisklasse aufspielen hören. Ihr feinnerviger, rhythmisch vorwärtstreibender Charakter fesselt den Zuhörer und vermittelt stets musikalische Spannung, wirkt jedoch zugleich kein bisschen angestrengt oder gar verbissen, sondern locker, weiträumig und wie in bester Geberlaune. Vor allem dann, wenn man den meist sowieso unnötigen Subsonic-Filter abschaltet. So erreicht man noch eine Nuance mehr Natürlichkeit. 

Fazit:

"Basic" ist bei diesem Phono-Pre höchstens die Ausstattung, aber weder der Preis noch die Leistung. Der Temperamentsbolzen passt deshalb auch zu hochwertigen Abtastern, versprüht jede Menge Hörspaß und ist überdies technisch makellos.

Preis / Leistung: überragend

Hifi Records 4.18

Er ist ein feiner Phonoverstärker, der mit recht unterschiedlichen Tonabnehmern sehr überzeugende Ergebnisse liefert. Es ist zudem höchst erfreulich, dass man dafür kein Vermögen ausgeben muss. Er verdient eine vorbehaltlose Empfehlung.

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